Hier gibt es Mutmach-Geschichten
denn Gemeinsam ist man viel stärker und vielleicht ist ja jetzt Jemand bei Dir, der gemeinsam mit Dir die Geschichten liest oder sie Dir sogar vorliest
Die Geschichte von Jana und dem Zauberstein
Jana mag nicht in die Schule gehen. Sie fürchtet sich nämlich. Nicht vor der Schule. Nein, vor dem langen Max und seiner Bikerbande, die ihr in letzter Zeit auf dem Heimweg immer aufgelauert, sie gemein geschubst und geärgert hat.
Grübelnd sitzt sie am Bach in Omas Garten und starrt ins Wasser. Plötzlich blinkt ein Stein vom Bachbett her zu. Wie ein Halbmond sieht er aus und funkelt doll hell. Toll!!! Jana vergisst ihre Sorgen und fischt den Stein aus dem Bach - er ist wirklich wunderschön.
"Das ist bestimmt ein Zauberstein", sagt die Oma später "nur Zaubersteine können so funkeln." "Kann so ein Zauberstein wirklich zaubern?" möchte Jana wissen. Oma lacht. "Das Wunder", meint die Oma geheimnisvoll, "kommt, wenn man es nötig hat. Am Besten, du trägst den Stein immer bei dir, es ist nämlich ein Glück, einen solchen Zauberstein zu finden. Das passiert nicht jedem."
Recht glauben kann Jana diese Zaubersteingeschichte ja nicht, doch sie steckt den Stein - zur Sicherheit - in ihre Hosentasche. "Mach, dass ich mich nicht mehr so vor der Schule fürchte, du Zauberstein!" flüstert Jana, "oder noch besser: Mach, dass das Wochenende nie aufhört!"
Aber kein Wunder geschieht. Der Montag rückt näher und näher, und immer grösser wird auch Janas Angst. "Blöder Stein", meckert Jana, "wo ich doch so sehr ein Wunder brauchen könnte!". Ängstlich geht Jana am Montag Morgen zur Schule. Plötzlich steht Max mit seinen Kumpanen wenige Meter vor ihr auf dem Bürgersteig. Jana erschrickt. Ganz komisch wird ihr im Bauch, und ihre Beine sind weich wie Wackelpudding. Was tun?
Ohne nachzudenken umklammert Jana den Zauberstein in ihrer Hosentasche, reckt den Kopf weit in die Höhe, pfeift ein Liedchen und marschiert los, Max und seiner Bande entgegen. einfach so. Und komisch: Auf einmal ist Janas Angst wie weggeblasen.
Max glotzt ganz schön blöd, als Jana so fröhlich pfeifend an ihm vorbeistolziert. Vor lauter Glotzen vergisst er, Jana zu schubsen oder sonst irgendwie zu ärgern. Jana wundert sich. Nachdenklich streicht sie über den Zauberstein. Sie freut sich. Und ein schöner Spruch fällt ihr ein. Und der geht so: "Ich habe einen Zauberstein, drum muss ich nicht mehr ängstlich sein!" Wirklich ein schöner Spruch, denkt Jana, und sie nimmt sich vor, immer wenn sie sich fürchtet, an diesen Spruch zu denken. Klar, und an ihren Zauberstein natürlich.
dir kann vielleicht so ein Mut-Zauberstein auch helfen:
Suche Dir einen schönen Kieselstein, halte ihn in der Hand und stelle Dir vor, er ist dein Zauberstein, der Dir Mut und Kraft herbeizaubert, wenn du an ihn denkst. Halte nun jedesmal, wenn du dich vor etwas fürchtest, deinen Zauberstein fest in der Hand und sage dir folgenden Zauberstein-Mutspruch vor:
"Mein Zauberstein wird bei mir sein und mit ihm wird die Angst ganz klein."


